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Stadtporträt

Wuppertal: die Mitte des Bergischen Landes

Wuppertal ist die größte Stadt des Bergischen Landes und bildet zusammen mit Solingen und Remscheid das Bergische Städtedreieck. Die Stadt zieht sich als langgestrecktes Band durch das Tal der Wupper, mit steilen Hängen zu beiden Seiten und gewachsenen Ortskernen auf den Höhen. Wer verstehen will, warum hier so vieles anders ist als in einer Stadt der Rheinebene, muss auf die Topografie und auf die Geschichte schauen.

Zahlen und Lage

Die Eckdaten

Die folgenden Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Da sich statistische Werte fortlaufend ändern, ist immer der jeweils aktuelle Stand bei IT.NRW oder der Statistikstelle der Stadt Wuppertal maßgeblich.

Eckdaten der kreisfreien Stadt Wuppertal.
MerkmalAngabe
BundeslandNordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf
Statuskreisfreie Stadt
Bevölkerung358.193 zum 31.12.2024 (IT.NRW, Kommunalprofil, Stand 15.01.2026)
Flächerund 168 Quadratkilometer (16.839 Hektar, Stand 31.12.2024)
Gliederung10 Stadtbezirke, für statistische Zwecke 69 Quartiere
FlussWupper, rund 34 Kilometer im Stadtgebiet
NachbargemeindenEnnepetal, Haan, Hattingen, Mettmann, Radevormwald, Remscheid, Schwelm, Solingen, Sprockhövel, Velbert, Wülfrath
WahrzeichenSchwebebahn, in Betrieb seit 1901

Die Liste der Nachbargemeinden folgt der Übersicht der Stadt Wuppertal zur nachbargemeindlichen Bauleitplanung. Der größte Stadtbezirk nach Einwohnerzahl ist Elberfeld, der kleinste Cronenberg.

Geschichte

Eine Stadt aus vielen Städten

Wuppertal ist jung als Stadt und alt als Siedlungsraum. Die einzelnen Orte reichen weit ins Mittelalter zurück, die gemeinsame Stadt entstand erst 1929.

Vor der Stadtgründung

Elberfeld wurde um 1160 erstmals erwähnt und 1610 zur Stadt erhoben. Barmen ist bereits 1070 belegt, erhielt aber erst 1808 Stadtrechte. Cronenberg reicht bis um 1050 zurück, Sonnborn sogar bis um 874. Ronsdorf ist mit 1494 vergleichsweise jung, bekam aber schon 1745 Stadtrecht. Vohwinkel wurde um 1356 erwähnt und erhielt 1921 Stadtrecht.

Eine alte Grenze

Die östlichen Ortsteile Langerfeld und Nächstebreck gehörten historisch zur Grafschaft Mark und damit zu Westfalen, nicht zum bergischen Gebiet. Erst 1922 wurden sie nach Barmen eingemeindet. Damit verschob sich eine mehr als tausend Jahre alte Grenze zwischen Rheinland und Westfalen um mehrere Kilometer nach Osten.

Die Fusion 1929

Am 1. August 1929 schlossen sich Elberfeld, Barmen, Vohwinkel, Cronenberg, Ronsdorf sowie der Bereich Beyenburg zur Stadt Barmen-Elberfeld zusammen. Nach einer Volksbefragung erhielt die Stadt Anfang 1930 den Namen Wuppertal. Bei der Gründung zählte sie annähernd 415.000 Einwohner.

Spätere Erweiterungen

1970 kamen östlich Flächen aus dem Raum Haßlinghausen und Schwelm hinzu. 1975 folgten im Westen Schöller und Dornap sowie im Norden Dönberg, Kleinehöhe und Obensiebeneick. Seit dem 30. September 1979 besteht die heutige Einteilung in zehn Stadtbezirke.

Wirtschaft

Industrieregion mit langer Vorgeschichte

Das Bergische Städtedreieck gilt als eine der frühesten Industrieregionen Kontinentaleuropas. Wasserkraft trieb Schleifereien, Hämmer und Bleichen an, lange bevor das Ruhrgebiet zum Wirtschaftsmotor wurde. In Wuppertal war es vor allem die Textilproduktion, in Solingen die Schneidwarenindustrie, in Remscheid der Werkzeugbau.

Die Region heute

Die Wirtschaftsförderung Wuppertal beziffert das Bergische Städtedreieck auf rund 637.000 Einwohnerinnen und Einwohner und über 42.400 Unternehmen. Metallver- und -bearbeitung, Maschinenbau und Automobilzulieferer prägen den Industriebesatz.

Export und Forschung

Nach Angaben der Wirtschaftsförderung lag die Exportquote der Region 2024 bei 53 Prozent und damit über dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt. Auch der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung fiel zuletzt deutlich höher aus als im Landesschnitt.

Wissenschaft

Mit der Bergischen Universität Wuppertal und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sitzen zwei überregional bekannte Einrichtungen in der Stadt. Beide prägen das Bild Wuppertals als Standort weit über die klassische Industrie hinaus.

Quelle für die Regionalangaben: Wirtschaftsförderung Wuppertal, Darstellung zur Unternehmerregion Bergisches Städtedreieck (wf-wuppertal.de, abgerufen im August 2026).

Weiterführende Themen im Netzwerk

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Verkehr

Wie man sich im Tal bewegt

Die Verkehrswege folgen der Topografie. Alles Wichtige verläuft in der Talachse von West nach Ost – quer dazu wird es steil.

Schiene und Schwebebahn

  • Die Schwebebahn verbindet seit 1901 den Westen und den Osten der Stadt und verläuft über weite Strecken direkt über der Wupper.
  • Der Hauptbahnhof in Elberfeld liegt an der Hauptachse zwischen Köln und dem Ruhrgebiet.
  • Historisch war das Tal über zahlreiche Nebenstrecken erschlossen, von denen mehrere heute als Rad- und Fußwege genutzt werden.
  • Die Nordbahntrasse führt auf einer ehemaligen Bahnstrecke oberhalb des Tals quer durch die Stadt.

Straße

  • Die B7 verbindet die Zentren Elberfeld und Barmen als klassische Talachse.
  • Die A46 erschließt die Stadt in Richtung Düsseldorf und Sauerland.
  • Im Osten grenzt das Stadtgebiet in Oberbarmen an die A1.
  • Innerhalb der Quartiere sind enge Straßen, Einbahnregelungen und knapper Parkraum die Regel – ein Punkt, der jede Anfahrt verlängert.
Sehenswert

Was Besucherinnen und Besucher ansteuern

Ein kurzer Überblick über Ziele, die im Zusammenhang mit Wuppertal regelmäßig genannt werden. Öffnungszeiten und Zugänglichkeit ändern sich – bitte vorab bei der jeweiligen Einrichtung prüfen.

Schwebebahn

Das Wahrzeichen der Stadt und zugleich ein alltägliches Verkehrsmittel. Die Fahrt über der Wupper ist für viele Gäste der erste Programmpunkt.

Von der Heydt-Museum

Kunstmuseum in Elberfeld mit überregional beachteten Ausstellungen.

Historische Stadthalle

Konzert- und Veranstaltungshaus auf dem Johannisberg in Elberfeld, bekannt für seine Akustik.

Zoologischer Garten

Der Wuppertaler Zoo liegt im Westen der Stadt in einer stark bewegten Parklandschaft.

Skulpturenpark Waldfrieden

Auf den Südhängen Barmens gelegener Park mit zeitgenössischer Bildhauerei, angelegt vom Bildhauer Tony Cragg.

Engels-Haus und Frühindustrialisierung

In Barmen erinnern das Engels-Haus und das Museum für Frühindustrialisierung an die Anfänge der Industrie im Tal.

Briller Viertel

Im Elberfelder Westen gelegenes gründerzeitliches Villengebiet mit zahlreichen denkmalgeschützten Häusern.

Beyenburg

Historischer Ortskern im äußersten Osten der Stadt, gelegen am Beyenburger Stausee.

Müngstener Brücke

Nahe der Stadtgrenze zwischen Solingen und Remscheid überspannt Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke das Wuppertal.

Hinweis: Diese Website ist kein Angebot der Stadt Wuppertal und keiner anderen Behörde. Für amtliche Auskünfte, Öffnungszeiten und Zuständigkeiten wenden Sie sich bitte direkt an die Stadt Wuppertal oder die jeweilige Einrichtung.

Häufige Fragen

Zu Wuppertal

Wie viele Einwohner hat Wuppertal?

IT.NRW weist im Kommunalprofil für den 31. Dezember 2024 eine Bevölkerung von 358.193 Personen aus. Damit ist Wuppertal die größte Stadt des Bergischen Landes und zählt zu den zehn größten Städten Nordrhein-Westfalens. Da sich der Wert fortlaufend ändert, sollte für aktuelle Angaben die Statistikstelle der Stadt Wuppertal oder IT.NRW herangezogen werden.

Warum hat Wuppertal eine Schwebebahn?

Das enge, dicht bebaute Tal ließ zur Zeit der Industrialisierung kaum Platz für ein weiteres straßengebundenes Verkehrsmittel. Die Lösung war eine Hängebahn, die über weite Strecken direkt über der Wupper verläuft. Sie ist seit 1901 in Betrieb und verbindet den Westen und den Osten der Stadt.

Was ist das Bergische Städtedreieck?

Die zusammenhängende Städteregion aus den drei aneinandergrenzenden Großstädten Wuppertal, Solingen und Remscheid. Historisch war der Wasserreichtum der Wupper die gemeinsame Grundlage: Textilproduktion in Wuppertal, Schneidwaren in Solingen, Werkzeuge in Remscheid. Heute besteht auch eine gemeinsame wirtschaftspolitische Zusammenarbeit der drei Städte.

Stimmt es, dass Wuppertal besonders viele Treppen hat?

Wuppertal gilt als eine der treppenreichsten Städte Deutschlands. Häufig genannt wird eine Zahl von rund 9.000 Stufen im Stadtgebiet. Ursache ist die Tallage: Zwischen Talsohle und den Wohnlagen auf den Höhen liegen erhebliche Höhenunterschiede, die vielerorts nur über öffentliche Treppenanlagen erschlossen sind.

MSV · Mietsonderverwaltung

Wer kümmert sich eigentlich um die vermietete Wohnung?

Die Wuppertaler Wohnungsbestände sind stark von Eigentumswohnungen in Mehrparteienhäusern geprägt. Für auswärtige Eigentümerinnen und Eigentümer ist die Frage nach einer Betreuung vor Ort deshalb besonders praktisch.

MSV – Mietsonderverwaltung

Die MSV betreut das Mietverhältnis einer vermieteten Eigentumswohnung: Kommunikation mit der Mietpartei, Mietzahlungen, Betriebskostenabrechnung für die Wohnung, Übergaben, Mängelmeldungen und die Abstimmung mit Handwerksbetrieben. Beim Thema Schlüssel bedeutet das ganz konkret: Wer hält welche Schlüssel, wie werden Übergaben dokumentiert und wer beauftragt im Bedarfsfall eine Öffnung oder einen Zylindertausch im Sondereigentum.

Abgrenzung zur SEV

Die MSV ist nicht dasselbe wie die SEV (Sondereigentumsverwaltung) und auch nicht dasselbe wie die WEG-Verwaltung. Die Begriffe werden im Alltag oft vermischt, meinen aber unterschiedliche Aufgabenkreise. Für Eigentümerinnen und Eigentümer ist das wichtig, weil davon abhängt, wer im Schadens- oder Schlüsselfall überhaupt beauftragen darf. Der konkrete Leistungsumfang wird immer individuell vereinbart.

Mehr zur Mietsonderverwaltung (MSV) →

Zu diesem Projekt

Redaktionelles Portal – und eine sprechende Domain

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